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Grundlagen
Bei der Colon-Hydrotherapie wird der Dickdarm mittels Spülflüssigkeit gereinigt.
Man geht davon aus, dass bereits die Ägypter vor mehreren Jahrtausenden Einläufe (Klysmen) durchführten. Gut bekannt waren die Klysmen auch in der Antike. Im Mittelalter fanden sie im Rahmen der Heilbädertherapie Anwendung. Auch vor einigen Jahrzehnten noch waren Einläufe eine gewohnte Methode, den Darm zu säubern.
Mit Klysmen erreicht die Flüssigkeit indessen nur den Endabschnitt des Darms, das Ziel der Colon-Hydrotherapie hingegen ist es, den gesamten Dickdarm zu reinigen.
Methode und Ziel der Behandlung
Mit Hilfe eines dünnen flexiblen Plastikröhrchens, das durch einen Schlauch mit einem geschlossenen Gerät verbunden ist, wird die Spülflüssigkeit in den Darm geleitet. Das Wasser kann dabei gezielt an bestimmte Punkte befördert und durch sanfte Bauchmassage nach oben oder vorwärts gebracht werden. Das geschlossene System des Colon-Hydrotherapie-Geräts erlaubt es, die Darmspülung ohne Geruchsbelästigung auszuführen. Zudem lässt sich die herausgeschaffte Flüssigkeit durch Beobachtung im Sichtfenster oder -rohr des Geräts beurteilen.
25 bis 30 Liter Wasser fliessen während jeder Behandlung durch den Dickdarm und wieder hinaus. Verwendet wird unterschiedlich temperierte Flüssigkeit. Ist sie 37 bis 41 Grad warm, entspannt sich die Darmmuskulatur und Kotreste werden gelöst. 21 bis 28 Grad kühlem Wasser bewirkt das Zusammenziehen dieser Muskulatur, was reflektorisch die Darmdurchblutung anregt.
Gegen Ende der Therapie wird der Flüssigkeit gelegentlich Sauerstoff zugefügt – eine inzwischen umstrittene Massnahme. Die Befürworter sehen darin eine Verbesserung des Reinigungseffektes und eine Begünstigung der Neuansiedlung von natürlichen Darmbakterien. Studien liefern allerdings Anhaltspunkte dafür, dass Pilze, die ebenfalls an der Schleimhaut zu finden sind, sich nach Zufuhr von Sauerstoff aggressiver verhalten. Zudem leben viele der natürlicherweise im Darm vorhandenen Bakterien anaerob (ohne Sauerstoff) und werden möglicherweise geschädigt.
Eine Behandlung dauert meist 50 bis 60 Minuten und findet zwei- bis dreimal pro Woche statt – insgesamt sechs bis zehn Anwendungen. Für die Zeit der Therapie wird eine die Reinigung unterstützende Ernährung empfohlen, danach bisweilen die Einnahme von Mitteln, welche den Aufbau einer gesunden Darmflora fördern sollen.
Ziel der Colon-Hydrotherapie ist es, den gesamten Dickdarm zu reinigen und allenfalls vorhandene Verdauungs- oder andere Beschwerden zu beseitigen.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
Folgen von ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel sowie manche Krankheiten gelten als Indikationen.
Mitunter treten allerdings Störungen im Mineralienhaushalt auf, die dann eine Zufuhr von Elektrolyten (Mineralien) erfordern.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Bei schweren Herz-Kreislauferkrankungen, schweren und chronischen Darmkrankheiten oder -entzündungen sowie Darmblutungen, bei fortgeschrittener Schwangerschaft und in der Zeit der Rehabilitation nach Bauchoperationen ist die Colon-Hydrotherapie kontraindiziert.
Therapeuten, Ausbildung
Diverse Institutionen bieten eine Aus- und Weiterbildung an.
Als Qualitätsmassstab kann der Eintrag im Erfahrungsmedizinischen Register (EMR) dienen.
Autor: vivit gesundheits ag, 2008
Bei der Colon-Hydrotherapie wird der Dickdarm mittels Spülflüssigkeit gereinigt.
Man geht davon aus, dass bereits die Ägypter vor mehreren Jahrtausenden Einläufe (Klysmen) durchführten. Gut bekannt waren die Klysmen auch in der Antike. Im Mittelalter fanden sie im Rahmen der Heilbädertherapie Anwendung. Auch vor einigen Jahrzehnten noch waren Einläufe eine gewohnte Methode, den Darm zu säubern.
Mit Klysmen erreicht die Flüssigkeit indessen nur den Endabschnitt des Darms, das Ziel der Colon-Hydrotherapie hingegen ist es, den gesamten Dickdarm zu reinigen.
Methode und Ziel der Behandlung
Mit Hilfe eines dünnen flexiblen Plastikröhrchens, das durch einen Schlauch mit einem geschlossenen Gerät verbunden ist, wird die Spülflüssigkeit in den Darm geleitet. Das Wasser kann dabei gezielt an bestimmte Punkte befördert und durch sanfte Bauchmassage nach oben oder vorwärts gebracht werden. Das geschlossene System des Colon-Hydrotherapie-Geräts erlaubt es, die Darmspülung ohne Geruchsbelästigung auszuführen. Zudem lässt sich die herausgeschaffte Flüssigkeit durch Beobachtung im Sichtfenster oder -rohr des Geräts beurteilen.
25 bis 30 Liter Wasser fliessen während jeder Behandlung durch den Dickdarm und wieder hinaus. Verwendet wird unterschiedlich temperierte Flüssigkeit. Ist sie 37 bis 41 Grad warm, entspannt sich die Darmmuskulatur und Kotreste werden gelöst. 21 bis 28 Grad kühlem Wasser bewirkt das Zusammenziehen dieser Muskulatur, was reflektorisch die Darmdurchblutung anregt.
Gegen Ende der Therapie wird der Flüssigkeit gelegentlich Sauerstoff zugefügt – eine inzwischen umstrittene Massnahme. Die Befürworter sehen darin eine Verbesserung des Reinigungseffektes und eine Begünstigung der Neuansiedlung von natürlichen Darmbakterien. Studien liefern allerdings Anhaltspunkte dafür, dass Pilze, die ebenfalls an der Schleimhaut zu finden sind, sich nach Zufuhr von Sauerstoff aggressiver verhalten. Zudem leben viele der natürlicherweise im Darm vorhandenen Bakterien anaerob (ohne Sauerstoff) und werden möglicherweise geschädigt.
Eine Behandlung dauert meist 50 bis 60 Minuten und findet zwei- bis dreimal pro Woche statt – insgesamt sechs bis zehn Anwendungen. Für die Zeit der Therapie wird eine die Reinigung unterstützende Ernährung empfohlen, danach bisweilen die Einnahme von Mitteln, welche den Aufbau einer gesunden Darmflora fördern sollen.
Ziel der Colon-Hydrotherapie ist es, den gesamten Dickdarm zu reinigen und allenfalls vorhandene Verdauungs- oder andere Beschwerden zu beseitigen.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
Folgen von ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel sowie manche Krankheiten gelten als Indikationen.
- Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsmangel, Depressionen, Ängste; Kopfschmerzen
- Besiedelung des Darm mit üblicherweise nicht vorhandenen Keimen, Verdauungsstörungen
- Chronische Entzündungen unterschiedlicher Ursachen und verschiedener Lokalisationen
- Rheumatische Erkrankungen
- Hautkrankheiten; Allergien
Mitunter treten allerdings Störungen im Mineralienhaushalt auf, die dann eine Zufuhr von Elektrolyten (Mineralien) erfordern.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Bei schweren Herz-Kreislauferkrankungen, schweren und chronischen Darmkrankheiten oder -entzündungen sowie Darmblutungen, bei fortgeschrittener Schwangerschaft und in der Zeit der Rehabilitation nach Bauchoperationen ist die Colon-Hydrotherapie kontraindiziert.
Therapeuten, Ausbildung
Diverse Institutionen bieten eine Aus- und Weiterbildung an.
Als Qualitätsmassstab kann der Eintrag im Erfahrungsmedizinischen Register (EMR) dienen.
Autor: vivit gesundheits ag, 2008








