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Dehnen Stretching (Grundlagen)

Allgemeines

Die Entwicklung der Beweglichkeit gliedert sich generell in die aktive, passive und statische Methode des Dehnens. In Abhängigkeit von der jeweiligen Zielsetzung im Training haben alle diese Dehntechniken ihre spezifische Wirksamkeit. Bezüglich eines maximalen Bewegungsumfangs zeigt sich die dynamische Ausführung einer dieser Methoden gegenüber der statischen als überlegen. Der Nachteil bei einer dynamischen Anwendung ist jedoch ein höheres Verletzungsrisiko. In allen Fällen resultiert eine verbesserte Dehnfähigkeit (Muskeln, Sehnen, Bänder und Kapselapparate betreffend) bzw. Gelenkigkeit (Struktur des Gelenkes betreffend).


Aktive Dehnungsübungen

Hierbei handelt es sich um gymnastische Übungen, die mittels Federn und Schwingen die normalen Grenzen der Gelenkbeweglichkeit erweitern. Sie lassen sich in aktiv dynamisch und aktiv statisch unterteilen. Der Vorteil dieser Dehnungsübungen liegt darin, dass die Dehnung bestimmter Muskelgruppen durch aktive Kontraktion (Zusammenziehen) ihrer Antagonisten (Gegenspieler) erfolgt und somit zu deren Kräftigung beiträgt.


Passive Dehnungsübungen

Bei den passiven Dehnungsübungen spielen äussere Kräfte ein Rolle, d.h., es kommt beispielsweise über die Mithilfe eines Partners zu einer verstärkten Dehnung bestimmter Muskelgruppen, ohne dass deren Antagonisten gekräftigt werden. Abruptes oder zu starkes Dehnen birgt hier eine erhebliche Verletzungsgefahr. Auch hier unterscheidet man zwischen passiv dynamischen und passiv statischen Übungsformen.


Statische Dehnungsübungen (Stretching)

Stretching (von engl. to stretch; dehnen) beinhaltet ein langsames Einnehmen einer Dehnungsposition und ein nachfolgendes Halten über 10-60 Sekunden. Im Gegensatz zur aktiven und passiven Dehnungsmethode wird beim Stretching versucht, das Auslösen des sog. Muskeldehnungsreflexes (Schutzmechanismus des Muskels gegen eine Dehnung) so weit wie möglich zu reduzieren, was das Verletzungsrisiko auf ein Minimum verringert. Der Erfolg des Stretchings liegt in der Intensität der Anwendung. Auch hier gilt aber: Langsam durchgeführtes Dehnen verringert die Verletzungsgefahr.

Teil1: Die Grundlagen | Teil2: Die Praxis
Autor: vivit gesundheits ag, 2008