In Kooperation mit
Ratgeber
zurück zur Übersicht

Farbtherapie

Grundlage

Schon alte Kulturen wie die der Inkas, Ägypter und Chinesen kannten die Kunst, mit Hilfe von Farben zu heilen. Kranke wurden mit farbigen Tüchern umhüllt oder mit farbigen Substanzen bestrichen.

Im Zentrum dieser Lehre steht zudem das Licht, ohne das es kein Leben aber auch keine Farben gibt. Jeder Farbe wird eine ganz bestimmte Eigenschaft zugeordnet, welche Geist und Körper beeinflusst. Auch werden sieben Farben den so genannten Chakras zugeordnet, den sieben Hauptenergiezentren des menschlichen Körpers.

Es besteht ferner die Auffassung, dass Farben nicht nur einen subjektiv empfundenen Eindruck auf unser seelisches Befinden hinterlassen. Mit ihren Schwingungen üben sie zugleich eine energetische Wirkung auf den gesamten Organismus aus, insbesondere auf das vegetative Nervensystem. Für unterschiedliche Effekte sind die Schwingungen verantwortlich, die jeder Farbe eigen sind. Sie wirken ausgleichend und unterstützen die Selbstheilungskräfte des Menschen.

Aufgenommen werden die Farb- oder Lichtwellen auf verschiedene Arten, zum Beispiel mit der Nahrung, durch die Haut oder mit den Augen. Am wirkungsvollsten sind die beiden letztgenannten. So nimmt man an, dass selbst das Tragen von Kleidern in bestimmten Farbtönen via Haut einen Einfluss auf das Wohlbefinden ausübt.


Methode und Ziel der Behandlung

Die Bestrahlung mit farbigem Licht und Massagen mit farbaktivierten Ölen lassen sich kombiniert anwenden. Ziel der Massage ist es, den Energiehaushalt auszugleichen. Zusätzlich werden bestimmte Zonen oder Chakras punktuell oder grossflächig mit der passenden Farbe bestrahlt. Unter- oder Überfunktionen von Organen werden so reguliert und Blockaden gelöst.

Weitere Methoden sind Farbbäder und die so genannte Farbpunktur nach Peter Mandel. Bei letzterer wird gebündelte Farbe auf Akupunkturpunkte gerichtet. So soll die Wirkung einer Akupunktur imitiert werden, wobei sich mit verschiedenen Farben unterschiedliche Effekte erzielen lassen. Das Betrachten von Farbtafeln wird ebenfalls als heilendes Verfahren oder zur Entspannung genutzt.

Viele Krankheiten entstehen durch Blockaden von Energieflüssen. Farben können solche Blockaden lösen und gestörte Harmonien ausgleichen, was die Genesung unterstützt. Die Schwingungen der Farben erzeugen eine positive Reaktion in Körper, Seele und Geist. Damit ist die Farbtherapie eine ganzheitliche Behandlung, sie kann sowohl beruhigend als auch vitalisierend wirken.


Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)

Bei Beschwerden verschiedener Organe (auch Muskeln, Nerven und Haut) oder im psychischen Bereich sowie bei Stoffwechselstörungen ermöglicht die Farbtherapie Veränderungen. Diese Behandlung lässt sich grundsätzlich bei jeder Erkrankung einsetzen, aber auch vorbeugend, indem die Abwehrkräfte stimuliert werden. Es ist eine wirkungsvolle und trotzdem sanfte Methode, die mit anderen Therapien kombiniert werden kann. Sie ersetzt allerdings nicht eine notwendige Behandlung durch einen Arzt.

Als Beispiel sei die Farbe blau beschrieben. Sie wird dem Element Wasser zugeordnet, steht als Symbol für Ruhe und hat eine kühlende Wirkung. Eingesetzt wird blau zum Beispiel bei Schmerzen, bei Entzündungen, zudem bei Herz-Kreislaufstörungen und zur Förderung der Konzentration.


Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Wie bei der Homöopathie kann auch bei der Farbtherapie eine Erstverschlimmerung auftreten. Es gibt keine grundsätzlichen Einschränkungen der Anwendung, da die Farbtherapie den Heilungsprozess unterstützt und die Selbstheilungskräfte stimuliert. Allerdings ist darauf zu achten, dass eine allenfalls notwendige schulmedizinische Abklärung durch die Farbtherapie oder den Therapeuten nicht verhindert oder verzögert wird.


Therapeuten, Ausbildung

Verschiedene Institutionen bieten Ausbildungen und Weiterbildungen an.
Als Qualitätsmassstab kann der Eintrag im Erfahrungsmedizinischen Register (EMR) gelten.


Autor: vivit gesundheits ag, 2008