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Massage
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Grundlagen
Die Massage, abgeleitet von arabisch „berühren; betasten“, hebräisch „salben“ oder griechisch „kauen; kneten“, ist eine Form der manuellen Therapie. In einfacher Form ist sie schon seit früher Zeit bekannt. Schriftliche Zeugnisse über ihre Anwendung im alten China reichen bis ins Jahr 3000 vor Chr. zurück, und die alten Ägypter schätzten ihre wohltuende Wirkung ebenso wie die Japaner.
Im Abendland war die Massage eng verbunden mit der hoch entwickelten Badekultur des Griechischen und des Römischen Reichs. Der berühmte griechische Arzt Hippokrates führte die Massage in Europa ein, sein Kollege Galen, Leibarzt des Kaisers Marc Aurel, wies ihr als Therapie einen wissenschaftlich anerkannten Rang zu.
Die Wiederbelebung der alten manuellen Behandlungsmethode im früheren 19. Jahrhundert geht auf den schwedischen Professor Per Hindrik Ling zurück, der in Stockholm eine Schule für Massage gründete. Seine Idee wurde vom holländischen Arzt J.G. Mezger aufgegriffen und weiterentwickelt. Heute wenden die meisten Masseure jene Methode an, die als schwedisch oder klassisch bekannt ist.
Methode und Ziel der Behandlung
Durch streichende und knetende Behandlung von Haut, Unterhautgewebe, Muskeln, Sehnen sowie Bändern wird ein manueller Reiz ausgeübt, eine von Hand durchgeführte, mechanische Beeinflussung des Organismus. Mit dem Kneten verschiebt der Masseur die verschiedenen Gewebe in wechselnden Intensitäten, Tiefen und Richtungen gegeneinander. Die Wirkung erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den ganzen Organismus und schliesst auch die Psyche mit ein.
Die Massage fördert die Durchblutung und verbessert damit die Zufuhr von Sauerstoff sowie Nährstoffen in die Zellen und unterstützt den Abtransport von Ermüdungsstoffen. Der Stoffwechsel im Muskel wird optimiert, insbesondere der anaerobe, also die Energiebereitstellung ohne Sauerstoffeinwirkung. Die Muskeln sind danach leistungsfähiger, aber auch entspannter. Daneben führt die Massage zu einer ganzheitlichen Entspannung und Lockerung, wirkt demzufolge auch seelisch wohltuend.
Unterschied zwischen klassischer und spezieller Massage
Die klassische Massage wird eingesetzt bei Störungen des Bewegungsapparates und ebenso zum Vorbeugen von möglichen Einschränkungen. In ihrer therapeutischen Form wird sie selten als Ganzkörper-, sondern meist als Teilkörpermassage verordnet, es werden also nur bestimmte Bereiche (zum Beispiel Nacken und Rücken, Beine oder Arme) in die Behandlung mit einbezogen.
Mit speziellen Massagearten versucht man die inneren Organe zu beeinflussen. Dies ist möglich, weil bestimmte Hautareale inneren Organen zugeordnet werden können. Unter anderen Titeln sind verschiedene spezielle Methoden erwähnt oder beschrieben, zum Beispiel Reflexzonen-Massage, Shiatsu, Tuina (Traditionelle Chinesische Medizin), Massage im Rahmen einer Ayurveda-Behandlung. Es existieren noch viele weitere Formen.
Sportmassage
Sie erfolgt im Allgemeinen als klassische Massage im Verlauf des Trainingsprozesses, besonders vor sowie nach dem Wettkampf und muss auf die besonderen Anforderungen der Sportart, des Sportlers sowie seiner Zielsetzungen eingehen.
Mit einer zu hohen lokalen Muskelspannung, die keine gute Gelöstheit zulässt, wird zu viel Energie verbraucht. Aus der Entspannung heraus lässt sich hingegen die volle Muskelkraft entwickeln.
Ziele der Sportmassage:
Rücken-, Nackenmassage
Heutzutage leiden immer mehr Menschen an Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich oder am Rücken. Solche Muskelverhärtungen entstehen vielfach am Arbeitsplatz, durch Sitzen am Computer, Einklemmen des Telefonhörers zwischen Kopf und Schulter, andere Fehlhaltungen, langes Stehen, Heben schwerer Gegenstände oder durch ungünstige Schlafposition. In solchen Fällen kann eine regelmässige Massage Linderung bringen, eignet sich aber auch zum Vorbeugen. Die Behandlung soll gezielt auf den Patienten ausgerichtet sein und setzt sich deshalb meist aus Elementen verschiedener Massagearten zusammen.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
Kontraindikationen (Gegenanzeige)
Insbesondere die Kontraindikationen der klassischen Massage sind zu unterteilen.
Absolute lokale Kontraindikationen
Absolute generalisierte Kontraindikationen
Relative Kontraindikationen
Diese Liste ist nicht abschliessend, bei Unklarheiten ist eine Rücksprache mit dem Arzt angezeigt.
Therapeuten, Ausbildung
Medizinische Masseure arbeiten in Arzt-Praxen, Kliniken, Physiotherapiepraxen oder Wellness-Institutionen, in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Therapie. Eine freiberufliche Tätigkeit ist mit entsprechenden Bewilligungen und unter festgelegten Bedingungen möglich. Hierzu sind kantonale Gesetzgebungen massgebend. Verschiedene Fachschulen bieten die Möglichkeit einer Vollzeitausbildung zum medizinischen Masseur an sowie verschiedene Kurse zu den einzelnen Massageformen.
Am 1.März 1997 wurde vom SRK ( Schweizerisches rotes Kreuz ) die Richtlinien für den Beruf Medizinischer Masseur in Kraft gesetzt. Seit dem 1. August 1999 ist dieser Beruf gesamtschweizerisch anerkannt und der Titel ist mit entsprechendem Fähigkeitsausweis gesetzlich geschützt. Die Krankenversicherer übernehmen die Kosten für ärztlich verordnete Behandlungen.
Autor: vivit gesundheits ag, 2008
Die Massage, abgeleitet von arabisch „berühren; betasten“, hebräisch „salben“ oder griechisch „kauen; kneten“, ist eine Form der manuellen Therapie. In einfacher Form ist sie schon seit früher Zeit bekannt. Schriftliche Zeugnisse über ihre Anwendung im alten China reichen bis ins Jahr 3000 vor Chr. zurück, und die alten Ägypter schätzten ihre wohltuende Wirkung ebenso wie die Japaner.
Im Abendland war die Massage eng verbunden mit der hoch entwickelten Badekultur des Griechischen und des Römischen Reichs. Der berühmte griechische Arzt Hippokrates führte die Massage in Europa ein, sein Kollege Galen, Leibarzt des Kaisers Marc Aurel, wies ihr als Therapie einen wissenschaftlich anerkannten Rang zu.
Die Wiederbelebung der alten manuellen Behandlungsmethode im früheren 19. Jahrhundert geht auf den schwedischen Professor Per Hindrik Ling zurück, der in Stockholm eine Schule für Massage gründete. Seine Idee wurde vom holländischen Arzt J.G. Mezger aufgegriffen und weiterentwickelt. Heute wenden die meisten Masseure jene Methode an, die als schwedisch oder klassisch bekannt ist.
Methode und Ziel der Behandlung
Durch streichende und knetende Behandlung von Haut, Unterhautgewebe, Muskeln, Sehnen sowie Bändern wird ein manueller Reiz ausgeübt, eine von Hand durchgeführte, mechanische Beeinflussung des Organismus. Mit dem Kneten verschiebt der Masseur die verschiedenen Gewebe in wechselnden Intensitäten, Tiefen und Richtungen gegeneinander. Die Wirkung erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den ganzen Organismus und schliesst auch die Psyche mit ein.
Die Massage fördert die Durchblutung und verbessert damit die Zufuhr von Sauerstoff sowie Nährstoffen in die Zellen und unterstützt den Abtransport von Ermüdungsstoffen. Der Stoffwechsel im Muskel wird optimiert, insbesondere der anaerobe, also die Energiebereitstellung ohne Sauerstoffeinwirkung. Die Muskeln sind danach leistungsfähiger, aber auch entspannter. Daneben führt die Massage zu einer ganzheitlichen Entspannung und Lockerung, wirkt demzufolge auch seelisch wohltuend.
Unterschied zwischen klassischer und spezieller Massage
Die klassische Massage wird eingesetzt bei Störungen des Bewegungsapparates und ebenso zum Vorbeugen von möglichen Einschränkungen. In ihrer therapeutischen Form wird sie selten als Ganzkörper-, sondern meist als Teilkörpermassage verordnet, es werden also nur bestimmte Bereiche (zum Beispiel Nacken und Rücken, Beine oder Arme) in die Behandlung mit einbezogen.
Mit speziellen Massagearten versucht man die inneren Organe zu beeinflussen. Dies ist möglich, weil bestimmte Hautareale inneren Organen zugeordnet werden können. Unter anderen Titeln sind verschiedene spezielle Methoden erwähnt oder beschrieben, zum Beispiel Reflexzonen-Massage, Shiatsu, Tuina (Traditionelle Chinesische Medizin), Massage im Rahmen einer Ayurveda-Behandlung. Es existieren noch viele weitere Formen.
Sportmassage
Sie erfolgt im Allgemeinen als klassische Massage im Verlauf des Trainingsprozesses, besonders vor sowie nach dem Wettkampf und muss auf die besonderen Anforderungen der Sportart, des Sportlers sowie seiner Zielsetzungen eingehen.
Mit einer zu hohen lokalen Muskelspannung, die keine gute Gelöstheit zulässt, wird zu viel Energie verbraucht. Aus der Entspannung heraus lässt sich hingegen die volle Muskelkraft entwickeln.
Ziele der Sportmassage:
- Einen möglichst hohen Grad an Elastizität und Geschmeidigkeit erreichen und erhalten
- Leistungsmindernde Zustände erkennen und beseitigen
- Die Körperfunktionen des Sportlers insgesamt verbessern
Rücken-, Nackenmassage
Heutzutage leiden immer mehr Menschen an Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich oder am Rücken. Solche Muskelverhärtungen entstehen vielfach am Arbeitsplatz, durch Sitzen am Computer, Einklemmen des Telefonhörers zwischen Kopf und Schulter, andere Fehlhaltungen, langes Stehen, Heben schwerer Gegenstände oder durch ungünstige Schlafposition. In solchen Fällen kann eine regelmässige Massage Linderung bringen, eignet sich aber auch zum Vorbeugen. Die Behandlung soll gezielt auf den Patienten ausgerichtet sein und setzt sich deshalb meist aus Elementen verschiedener Massagearten zusammen.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
- Beseitigen von Verspannungen und Verkrampfungen
- Rehabilitation nach Verletzungen sowie im Rahmen chronischer Entzündungen von Gelenken und Nerven
- Leistungssteigerung im Sport
- Fördern der Durchblutung und des Stoffwechsels
- Beheben von Ermüdungszuständen
- Steigern des Wohlbefindens
- Allgemein in der Rekonvaleszenz (Zeit bis zur vollständigen Genesung)
Kontraindikationen (Gegenanzeige)
Insbesondere die Kontraindikationen der klassischen Massage sind zu unterteilen.
Absolute lokale Kontraindikationen
- Entzündungen und Ulzerationen (Geschwüre) jeglicher Art
- Wunden und frische Verletzungen
- Krampfadern, Venenentzündung und Thrombophlebitis (Venenentzündung bei gleichzeitigem Bestehen eines Blutgerinnsels im Gefäss)
- Schwere arterielle Durchblutungsstörungen der Beine
Absolute generalisierte Kontraindikationen
- Fieberhafte Erkrankungen
- Thrombose
- Dekompensierte (entgleiste) Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) und andere schwere
- Herzerkrankungen
- Erste drei Schwangerschaftsmonate sowie bei Abortgefahr (Fehlgeburt)
- Gewisse Krebserkrankungen
- Zuckerkrankheit im späteren Stadium
Relative Kontraindikationen
- Indikationen und Gründe, welche gegen die Anwendung einer Massage sprechen, müssen im Einzelfall gegeneinander abgewogen werden – bei Unsicherheit ist der Arzt beizuziehen.
- Gewisse Krankheitsbilder brauchen eine Erholungszeit, bevor eine Massage angewendet werden darf. Dies spielt beispielsweise bei posttraumatischen (nach Unfällen) und postoperativen (nach Operationen) Zuständen eine Rolle.
Diese Liste ist nicht abschliessend, bei Unklarheiten ist eine Rücksprache mit dem Arzt angezeigt.
Therapeuten, Ausbildung
Medizinische Masseure arbeiten in Arzt-Praxen, Kliniken, Physiotherapiepraxen oder Wellness-Institutionen, in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Therapie. Eine freiberufliche Tätigkeit ist mit entsprechenden Bewilligungen und unter festgelegten Bedingungen möglich. Hierzu sind kantonale Gesetzgebungen massgebend. Verschiedene Fachschulen bieten die Möglichkeit einer Vollzeitausbildung zum medizinischen Masseur an sowie verschiedene Kurse zu den einzelnen Massageformen.
Am 1.März 1997 wurde vom SRK ( Schweizerisches rotes Kreuz ) die Richtlinien für den Beruf Medizinischer Masseur in Kraft gesetzt. Seit dem 1. August 1999 ist dieser Beruf gesamtschweizerisch anerkannt und der Titel ist mit entsprechendem Fähigkeitsausweis gesetzlich geschützt. Die Krankenversicherer übernehmen die Kosten für ärztlich verordnete Behandlungen.
Autor: vivit gesundheits ag, 2008


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