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Grundlagen
Nordic Walking – die bekannteste Form von Nordic Fitness – hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche und erfreuliche Entwicklung durchgemacht. Voreilig als kurzlebiger Boom verschrien, hat sich dieses Ganzkörpertraining inzwischen etabliert – unterstützt durch laufend dazugekommene wissenschaftliche Erhebungen und Erkenntnisse. Obwohl noch in den 1930er-Jahren abwertend vom so genannten „Skigang“ die Rede war, greifen Frau und Mann heute stolz zu den Stöcken. Zu Recht, denn tatsächlich lässt sich beim Nordic Walking im Gegensatz zu vielen anderen Bewegungsformen durch den aktiven Einsatz des Oberkörpers der Energieumsatz deutlich erhöhen. Ausserdem ist es ein ideales Herz-Kreislauf-Training.
Berichtigt werden mussten Fehlinterpretationen. So war lange Zeit generell von einer „sanften“ Bewegungsform die Rede, welche die Gelenke kaum belastet. Aktuelle Studien belegen indessen, dass dies relativiert werden muss. Im Gegensatz zum normalen Gehen beträgt die Gelenkentlastung nur gerade zwischen zwei und elf Prozent. Wird allerdings als Vergleich das Jogging herbeigezogen, bei dem ein ähnlicher Energieumsatz erreicht wird, ist die Entlastung ungleich höher. Nordic Walking eignet sich nicht nur als sportliche Aktivität, sondern ist auch ein wertvolles Training während der Rehabilitation nach Verletzungen und Krankheiten.
Ziel des Trainings
Nordic Walking kann jeder: Zwei Stöcke in die Hand – und ab geht’s. Diese Aussage ist in dieser Art nicht ganz richtig. Grundsätzlich ist zwar jede Form von Bewegung zu begrüssen, für einen möglichst hohen gesundheitsfördernden Effekt ist jedoch eine gute, ausgefeilte Technik unabdingbar. „ALFA“ nennt sich diese, ein Kürzel, das für die Begriffe „aufrechter Gang“, „langer Arm“, „flacher Stock“ und „angepasste Schrittlänge“ steht. Das Erlernen einer sicheren Technik ist wichtig, um die Vorteile des Nordic Walking, das rund 90 Prozent der Muskeln beansprucht, optimal nutzen zu können. Ausserdem trägt sie dazu bei, Verspannungen in Arm- und Schultermuskulatur vorzubeugen oder solche sogar zu lösen.
Fehlbelastungen beim Walking werden oft hervorgerufen durch eine falsche Stocklänge. Zwar ist die Faustregel „Körpergrösse x 0,66“ in aller Munde – doch letztlich am besten geeignet ist das geschulte Auge eines ausgebildeten Nordic Walking-Instruktors, die individuell korrekte Länge zu bestimmen. Wenige Zentimeter können über Sein oder Nichtsein von Schmerzen entscheiden. Das sorgfältige Erlernen des Umgangs mit den Stöcken lohnt sich mittel- und langfristig.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
Nordic Walking eignet sich als sanfter Einstieg in ein bewegtes Leben, als Einsteigersportart nach langjähriger Sportabstinenz, als Ergänzungs- oder Ausgleichssport wie auch in der Rehabilitation nach Verletzungen. Es ist als Bewegungsform nützlich für Zielgruppen wie Diabetiker, Rheumapatienten, Übergewichtige, Menschen mit Venenleiden, Asthmatiker, Schwangere, junge Mütter (auch mit Kind im Tragetuch), Jugendliche und Kinder, Senioren, Vereine, Familien, Firmen etc.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Es gibt keine konkreten Situationen, in denen sich Nordic Walking nicht als Sportart eignen würde. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass bei Krankheiten eine vorgängige ärztliche Abklärung empfehlenswert ist. Entsprechendes gilt, wenn Beschwerden während oder nach dem Training neu auftreten oder sich verstärken. Allenfalls sollen Nordic Walking-Instruktoren (beispielsweise der Swiss Nordic Fitness Organisation/SNO) eingesetzt werden, welche auch das nötige Fachwissen zu den entsprechenden Krankheiten mitbringen.
Verband, Ausbildung
Die SNO (Swiss Nordic Fitness Organisation) als Mitglied der INFO (International Nordic Fitness Organisation) ist der Fachverband für die vielfältigen Sommer und Winter Nordic Fitness-Bewegungsformen in der Schweiz. Sie stellt die Ausbildung in einer einheitlichen und qualifizierten Struktur sicher.
Gesamtschweizerisch bieten ausgebildete Nordic Walking-Instruktoren Kurse und regelmässige Treffs an.
Weitere Informationen: www.swissnordicfitness.info
Autor: vivit gesundheits ag, 2008
Nordic Walking – die bekannteste Form von Nordic Fitness – hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche und erfreuliche Entwicklung durchgemacht. Voreilig als kurzlebiger Boom verschrien, hat sich dieses Ganzkörpertraining inzwischen etabliert – unterstützt durch laufend dazugekommene wissenschaftliche Erhebungen und Erkenntnisse. Obwohl noch in den 1930er-Jahren abwertend vom so genannten „Skigang“ die Rede war, greifen Frau und Mann heute stolz zu den Stöcken. Zu Recht, denn tatsächlich lässt sich beim Nordic Walking im Gegensatz zu vielen anderen Bewegungsformen durch den aktiven Einsatz des Oberkörpers der Energieumsatz deutlich erhöhen. Ausserdem ist es ein ideales Herz-Kreislauf-Training.
Berichtigt werden mussten Fehlinterpretationen. So war lange Zeit generell von einer „sanften“ Bewegungsform die Rede, welche die Gelenke kaum belastet. Aktuelle Studien belegen indessen, dass dies relativiert werden muss. Im Gegensatz zum normalen Gehen beträgt die Gelenkentlastung nur gerade zwischen zwei und elf Prozent. Wird allerdings als Vergleich das Jogging herbeigezogen, bei dem ein ähnlicher Energieumsatz erreicht wird, ist die Entlastung ungleich höher. Nordic Walking eignet sich nicht nur als sportliche Aktivität, sondern ist auch ein wertvolles Training während der Rehabilitation nach Verletzungen und Krankheiten.
Ziel des Trainings
Nordic Walking kann jeder: Zwei Stöcke in die Hand – und ab geht’s. Diese Aussage ist in dieser Art nicht ganz richtig. Grundsätzlich ist zwar jede Form von Bewegung zu begrüssen, für einen möglichst hohen gesundheitsfördernden Effekt ist jedoch eine gute, ausgefeilte Technik unabdingbar. „ALFA“ nennt sich diese, ein Kürzel, das für die Begriffe „aufrechter Gang“, „langer Arm“, „flacher Stock“ und „angepasste Schrittlänge“ steht. Das Erlernen einer sicheren Technik ist wichtig, um die Vorteile des Nordic Walking, das rund 90 Prozent der Muskeln beansprucht, optimal nutzen zu können. Ausserdem trägt sie dazu bei, Verspannungen in Arm- und Schultermuskulatur vorzubeugen oder solche sogar zu lösen.
Fehlbelastungen beim Walking werden oft hervorgerufen durch eine falsche Stocklänge. Zwar ist die Faustregel „Körpergrösse x 0,66“ in aller Munde – doch letztlich am besten geeignet ist das geschulte Auge eines ausgebildeten Nordic Walking-Instruktors, die individuell korrekte Länge zu bestimmen. Wenige Zentimeter können über Sein oder Nichtsein von Schmerzen entscheiden. Das sorgfältige Erlernen des Umgangs mit den Stöcken lohnt sich mittel- und langfristig.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
Nordic Walking eignet sich als sanfter Einstieg in ein bewegtes Leben, als Einsteigersportart nach langjähriger Sportabstinenz, als Ergänzungs- oder Ausgleichssport wie auch in der Rehabilitation nach Verletzungen. Es ist als Bewegungsform nützlich für Zielgruppen wie Diabetiker, Rheumapatienten, Übergewichtige, Menschen mit Venenleiden, Asthmatiker, Schwangere, junge Mütter (auch mit Kind im Tragetuch), Jugendliche und Kinder, Senioren, Vereine, Familien, Firmen etc.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Es gibt keine konkreten Situationen, in denen sich Nordic Walking nicht als Sportart eignen würde. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass bei Krankheiten eine vorgängige ärztliche Abklärung empfehlenswert ist. Entsprechendes gilt, wenn Beschwerden während oder nach dem Training neu auftreten oder sich verstärken. Allenfalls sollen Nordic Walking-Instruktoren (beispielsweise der Swiss Nordic Fitness Organisation/SNO) eingesetzt werden, welche auch das nötige Fachwissen zu den entsprechenden Krankheiten mitbringen.
Verband, Ausbildung
Die SNO (Swiss Nordic Fitness Organisation) als Mitglied der INFO (International Nordic Fitness Organisation) ist der Fachverband für die vielfältigen Sommer und Winter Nordic Fitness-Bewegungsformen in der Schweiz. Sie stellt die Ausbildung in einer einheitlichen und qualifizierten Struktur sicher.
Gesamtschweizerisch bieten ausgebildete Nordic Walking-Instruktoren Kurse und regelmässige Treffs an.
Weitere Informationen: www.swissnordicfitness.info
Autor: vivit gesundheits ag, 2008








