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Phytotherapie
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Grundlagen
Der Name Phytotherapie ist aus der lateinischen Sprache abgeleitet und umfasst verschiedene Anwendungen mit Heilkräutern. Diese Behandlungsform ist sehr alt, wurde zeitweise verboten oder eingeschränkt, dann wieder propagiert. Hexenverbrennungen im Mittelalter waren in diesem Zusammenhang ein tragischer Höhepunkt der Negativpropaganda von Mächtigen.
Weltweit wird die Pflanzenheilkunde mit unterschiedlichen Sichtweisen ausgeübt. Die heutige europäische, wissenschaftliche Phytotherapie konzentriert sich bei der Pflanzenauswahl primär auf Inhaltsstoffe (pflanzliche Sekundärstoffe), die bestimmte Symptome beeinflussen oder Organtätigkeiten steuern. In früheren Zeiten, zum Beispiel zur Zeit des griechischen Arztes Hippokrates (460 – 375 v. Chr.), wurden Heilpflanzen aufgrund ihrer Energetik (Temperaturverhalten und Geschmacksrichtung) eingesetzt. Als Grundlage diente die Feststellung, dass die Pflanze als Ganzes heilt und nicht ausschliesslich der einzelne Inhaltsstoff – ähnlich wie dies heute in der Traditionellen Chinesische Medizin gesehen wird. Der Arzt, Philosoph, Alchemist und Magier Theophratus Bombastus von Hohenheim (1493 – 1541), kurz Paracelsus genannt, vertrat die Ansicht: „Aus der Form der Dinge kann man ihre innere Kraft erkennen; die äusseren Zeichen lassen auf die innere Wirkung schliessen“ (Signaturenlehre). Als Beispiel sei hier der Schachtelhalm erwähnt, dessen Aussehen an ein Rückgrat erinnert, und der tatsächlich Beschwerden im Rückenbereich bekämpft.
Methode und Ziel der Behandlung
Jede der grossen pflanzenheilkundlichen Richtungen hat ihre eigene Erklärung für die Ursache von Krankheiten entwickelt. Die einen wenden eine analytische Diagnosetechnik an, die primär die Symptome untersucht und diese mittels Heilkräutern eindämmt. Andere befassen sich mit dem Menschen als Ganzes (nicht nur dem kranken Teil) und ergründen das Entstehen der Symptomatik anhand einer tief greifenden Anamnese. Danach versuchen sie den Kranken so zu behandeln, dass der Grund für die Krankheitszeichen beseitigt und die Wahrscheinlichkeit für deren erneutes Auftreten verringert wird.
Wohl am bekanntesten ist der Heilkräuter-Tee, ein heisser oder kalter Wasseraufguss. Dieser wird getrunken, gegurgelt, inhaliert oder für Wickel und Auflagen verwendet – alles auch alt bewährte Hausmittel.
Die professionelle Therapie bedient sich alkoholischer Tinkturen aus getrockneten Kräutern (herkömmliche Tinktur) oder aus frischem Pflanzenmaterial (Urtinktur). Daneben findet die Spagyrik Einsatz, die übrigens von Paracelsus geprägt wurde. Homöopathie und Phytotherapie sind jedoch klar zu unterscheiden. Eine weitere Methode ist die Gemmotherapie, für die man Wirkstoffe aus Pflanzenknospen gewinnt.
Ziel der pflanzenheilkundlichen Verfahren ist es, Symptome zu bekämpfen, Organe und Stoffwechsel zu stärken und somit Gesundheit zu erlangen.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
Mittels Phytotherapie lässt sich ein Grossteil von Erkrankungen und Beschwerden heilen oder bessern. Sie eignet sich ausserdem zur Prävention, in der Rekonvaleszenz (Zeit bis zur vollständigen Genesung) sowie als Ergänzung einer schulmedizinischen Behandlung. Zu Beginn sollte jedoch eine klare Diagnosestellung stehen, welche auf der Medizin westlicher Lehrweise basiert.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Akute, lebensbedrohliche Krankheiten und Erkrankungen bei denen ein chirurgischer Eingriff unumgänglich ist, sind nicht traditionelle Einsatzgebiete der Phytotherapie. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sind gewisse Heilkräuter kontraindiziert (nicht angezeigt).
Therapeuten, Ausbildung
Die Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie (SMGP) fördert die Anerkennung dieser Lehre auf universitärer Ebene. Mitglieder dieser Gesellschaft sind Ärzte, Apotheker und andere an Phytotherapie interessierte Wissenschafter. Im NVS (Naturärzteverband Schweiz) sind vorwiegend Personen vertreten, die eine nicht akademische phytotherapeutische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben.
In einigen Kantonen müssen Therapeuten ein Zulassungsverfahren durchlaufen oder sie werden auf Grund der Ausbildung zugelassen.
Autor: vivit gesundheits ag, 2008
Der Name Phytotherapie ist aus der lateinischen Sprache abgeleitet und umfasst verschiedene Anwendungen mit Heilkräutern. Diese Behandlungsform ist sehr alt, wurde zeitweise verboten oder eingeschränkt, dann wieder propagiert. Hexenverbrennungen im Mittelalter waren in diesem Zusammenhang ein tragischer Höhepunkt der Negativpropaganda von Mächtigen.
Weltweit wird die Pflanzenheilkunde mit unterschiedlichen Sichtweisen ausgeübt. Die heutige europäische, wissenschaftliche Phytotherapie konzentriert sich bei der Pflanzenauswahl primär auf Inhaltsstoffe (pflanzliche Sekundärstoffe), die bestimmte Symptome beeinflussen oder Organtätigkeiten steuern. In früheren Zeiten, zum Beispiel zur Zeit des griechischen Arztes Hippokrates (460 – 375 v. Chr.), wurden Heilpflanzen aufgrund ihrer Energetik (Temperaturverhalten und Geschmacksrichtung) eingesetzt. Als Grundlage diente die Feststellung, dass die Pflanze als Ganzes heilt und nicht ausschliesslich der einzelne Inhaltsstoff – ähnlich wie dies heute in der Traditionellen Chinesische Medizin gesehen wird. Der Arzt, Philosoph, Alchemist und Magier Theophratus Bombastus von Hohenheim (1493 – 1541), kurz Paracelsus genannt, vertrat die Ansicht: „Aus der Form der Dinge kann man ihre innere Kraft erkennen; die äusseren Zeichen lassen auf die innere Wirkung schliessen“ (Signaturenlehre). Als Beispiel sei hier der Schachtelhalm erwähnt, dessen Aussehen an ein Rückgrat erinnert, und der tatsächlich Beschwerden im Rückenbereich bekämpft.
Methode und Ziel der Behandlung
Jede der grossen pflanzenheilkundlichen Richtungen hat ihre eigene Erklärung für die Ursache von Krankheiten entwickelt. Die einen wenden eine analytische Diagnosetechnik an, die primär die Symptome untersucht und diese mittels Heilkräutern eindämmt. Andere befassen sich mit dem Menschen als Ganzes (nicht nur dem kranken Teil) und ergründen das Entstehen der Symptomatik anhand einer tief greifenden Anamnese. Danach versuchen sie den Kranken so zu behandeln, dass der Grund für die Krankheitszeichen beseitigt und die Wahrscheinlichkeit für deren erneutes Auftreten verringert wird.
Wohl am bekanntesten ist der Heilkräuter-Tee, ein heisser oder kalter Wasseraufguss. Dieser wird getrunken, gegurgelt, inhaliert oder für Wickel und Auflagen verwendet – alles auch alt bewährte Hausmittel.
Die professionelle Therapie bedient sich alkoholischer Tinkturen aus getrockneten Kräutern (herkömmliche Tinktur) oder aus frischem Pflanzenmaterial (Urtinktur). Daneben findet die Spagyrik Einsatz, die übrigens von Paracelsus geprägt wurde. Homöopathie und Phytotherapie sind jedoch klar zu unterscheiden. Eine weitere Methode ist die Gemmotherapie, für die man Wirkstoffe aus Pflanzenknospen gewinnt.
Ziel der pflanzenheilkundlichen Verfahren ist es, Symptome zu bekämpfen, Organe und Stoffwechsel zu stärken und somit Gesundheit zu erlangen.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
Mittels Phytotherapie lässt sich ein Grossteil von Erkrankungen und Beschwerden heilen oder bessern. Sie eignet sich ausserdem zur Prävention, in der Rekonvaleszenz (Zeit bis zur vollständigen Genesung) sowie als Ergänzung einer schulmedizinischen Behandlung. Zu Beginn sollte jedoch eine klare Diagnosestellung stehen, welche auf der Medizin westlicher Lehrweise basiert.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Akute, lebensbedrohliche Krankheiten und Erkrankungen bei denen ein chirurgischer Eingriff unumgänglich ist, sind nicht traditionelle Einsatzgebiete der Phytotherapie. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sind gewisse Heilkräuter kontraindiziert (nicht angezeigt).
Therapeuten, Ausbildung
Die Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie (SMGP) fördert die Anerkennung dieser Lehre auf universitärer Ebene. Mitglieder dieser Gesellschaft sind Ärzte, Apotheker und andere an Phytotherapie interessierte Wissenschafter. Im NVS (Naturärzteverband Schweiz) sind vorwiegend Personen vertreten, die eine nicht akademische phytotherapeutische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben.
In einigen Kantonen müssen Therapeuten ein Zulassungsverfahren durchlaufen oder sie werden auf Grund der Ausbildung zugelassen.
Autor: vivit gesundheits ag, 2008


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