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Reizdarm

Beim so genannten Reizdarmsyndrom ist die Transportfunktion des Darms gestört. Die Spannung der Darmmuskulatur ist erhöht, und es entstehen krampfhafte Kontraktionswellen, die abwechseln mit vorübergehendem Erlöschen der Darmbewegungen. Typische Symptome sind Bauchschmerzen und Krämpfe, daneben Übelkeit, Sodbrennen sowie unregelmässige Stuhlentleerung (Durchfall abwechselnd mit Verstopfung). Verschiedene weitere Krankheitszeichen können dazukommen wie Nahrungsmittelunverträglichkeit, Migräne, Schlafstörungen und Müdigkeit, Ängste und Depressionen.

Die Krankheit ist belastend, aber nicht gefährlich, sie führt nicht zu bösartigen Erkrankungen. Meist beginnt sie im jungen Erwachsenenalter, bei Frauen tritt sie häufiger auf als bei Männern.

Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Selbsthilfe und zum Vorbeugen:
  • Regelmässige Aufnahme von ballastreicher Nahrung, Verzicht auf blähende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Bohnen und Kohlarten, Einschränken des Konsums von Milchprodukten, daneben regelmässige Bewegung, Entspannungsübungen und das Vermeiden von Stress.
  • Bei Bauchkrämpfen lindern warme Bauchwickel die Schmerzen. Alternative Behandlungsmethoden sind Fussreflexzonenmassage, Homöopathie und Akupunktur. Manchmal ist eine psychologische Beratung empfehlenswert.
  • Wenn massive oder ungewöhnliche Durchfälle auftreten, hohes Fieber, Blut im Stuhl oder Gewichtsverlust, sollte rasch der Arzt aufgesucht werden.

Autor: vivit gesundheits ag, 2008