In Kooperation mit
Ratgeber
zurück zur Übersicht

Sportverletzungen Prävention

Allgemeines

In der Sportmedizin unterscheidet man die Sportverletzung vom Sportschaden. Während es sich bei der Sportverletzung um ein akutes, traumatisches Ereignis handelt, ist der Sportschaden die Konsequenz einer chronischen Überlastung bzw. eine Verschleisserscheinung durch immer wiederkehrende Fehlbelastung und Überlastung. Beiden Ereignissen liegt das Missverhältnis zw. Belastung und Belastbarkeit zugrunde.

Prävention

Grundsätzlich gilt es, das Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit zu korrigieren. Dazu kann entweder die Belastbarkeit des Sportlers verbessert oder die Belastung reduziert werden. Die Belastbarkeit eines Sportlers ist von endogenen (inneren) und exogenen (äusseren) Faktoren abhängig. Innere Faktoren sind z.B. die Struktur und Stabilität des Bewegungsapparates, die Ermüdungsgrenze und die Regenerationsfähigkeit. Diese sind einerseits genetisch disponiert, andererseits durch ein systematisches Training adaptierbar. Um ein eventuell vorhandenes kardiovaskuläres (Herz-Kreislauf) Risiko abzuklären und körperkonstitutionelle Einschränkungen (z.B. Haltungsschäden), die langfristig zu Schäden (z.B. Arthrose) führen könnten, frühzeitig zu erkennen, ist eine vorbeugende sportmedizinische Untersuchung ratsam. Äussere Faktoren sind beispielsweise das Trainingsterrain, die Trainingsgestaltung, die Ausrüstung, das Klima und der Gegner. Die Trainingsgestaltung sollte fachkundig und systematisch geplant und dem individuellen Anforderungsprofil der Sportart und des Sportlers angepasst sein. Dazu gehören auch ein intensives Aufwärm- und Abkühlprogramm sowie eine ausreichende Regenerationszeit und die Vermeidung von muskulären Dysbalancen (z.B. durch Dehnen/Stretchen). Um gelenkschonend zu trainieren, sollte besonders beim Joggen auf ein gedämpftes Terrain (z.B. Waldboden) geachtet werden. Eine optimale Ausrüstung ist selbstverständlich. Sie fängt bei dem an die individuelle Fussform angepassten Schuhwerk an und hört bei einer kompletten Schutzausrüstung (z.B. beim Inline-Skating) auf. Kaum zu beeinflussen sind Verletzungen durch Gegnerkontakt. Deswegen sind besonders bei Mannschaftssportarten genaue Regelkenntnisse, deren Einhaltung sowie eine entsprechende Schutzausrüstung wichtig.


Autor: vivit gesundheits ag, 2008