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Grundlagen
Wasser ist ein äusserst vielseitiges Element. Einmal empfindet man die Berührung als anregend, dann als sanft oder umgekehrt als schmerzhaft, zum Beispiel wenn man vom Sprungbrett bäuchlings auf dem Wasser landet. Kristallklar oder trüb, eiskalt oder tropisch warm, eine dunkle, aufgewühlte See, das türkisblaue Meer, ein smaragdgrüner Fluss – der menschliche Organismus reagiert auf diese Reize. Wir können hinabtauchen und schwerelos in einer anderen faszinierenden Welt schweben. Bewegung im Wasser ist wirksam für Körper, Geist und Seele.
Aqua-Fitness ist der Oberbegriff für verschiedene Sportarten im Wasser mit oder ohne Bodenkontakt. Musik unterstützt den Rhythmus der Bewegungen. Zur Ausrüstung gehören ein Auftriebsgürtel, daneben Schuhe und Handschuhe, die Wasserwiderstand erzeugen und mehr Kraftaufwand erfordern sollen. Bälle, Hanteln, Schwimmbretter und andere Geräte unterstützen das Training. Der Kopf bleibt über Wasser, Arme, Beine und Rumpf werden unter dem Wasser bewegt.
Aqua-Gymnastik ist nicht einfach Gymnastik, die ins Wasser übertragen wurde, sondern eine eigene Sportart mit speziellen Übungen. Der Körper erreicht eine Art Schwebezustand und die Bewegungen müssen hier anders ausfallen als auf dem Trockenen. Weil das Wasser die Bewegungen bremst, können Abläufe geübt werden, die an Land so nicht möglich wären, zudem wird die Beweglichkeit verbessert.
Ziel des Trainings
Die positiven Auswirkungen des Wassers auf den menschlichen Körper lassen sich gut mit einem gezielten Training verbinden. Wasser ist ein ideales Medium für ein schonendes, aber effektives Ganzkörpertraining und kann auch von Nichtschwimmern ausgeführt werden.
Bei allen Bewegungen unter Wasser spüren wir Widerstand, der mit Ausmass und Geschwindigkeit der Aktivität zunimmt und von der Lage des Körpers im Wasser abhängt. Intensive Bewegungen gegen den Wasserwiderstand kräftigen Muskelgruppen, ohne Sehnen, Bänder, Gelenke und Wirbelsäule zu überlasten. Gleichzeitig wird eine gewisse Massagewirkung erzielt, was Lymphsystem und Kreislauf anregt. Das Schlagvolumen des Herzens wird gesteigert, Herz und Kreislauf lassen sich auf diese Art langfristig trainieren.
Der Körper gibt mehr Wärme an Wasser ab als an Luft. Er muss den Wärmeverlust durch einen erhöhten Stoffwechsel ausgleichen. Damit der Energieverbrauch möglichst gering bleibt, ziehen sich oberflächlich gelegene Blutgefässe im Wasser zusammen, beim Verlassen des Wassers dehnen sie sich wieder aus. Dies übt einen weiteren Reiz auf das Kreislaufsystem aus; überdies wird das Immunsystem gestärkt.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
Bei Osteoporose kann das Training im Wasser als Ausgleich dienen. Da zur Stärkung der Knochen aber deren Belastung nötig ist – was im Wasser grossenteils wegfällt –, sollte zusätzlich eine andere Sportart durchgeführt werden.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Warme Bäder – zum Beispiel im Thermalbad – sind bei Venenentzündung, akuter Thrombose oder ausgeprägten Krampfadern kontraindiziert. In diesen Fällen und bei Unklarheiten sollte man mit dem Arzt Rücksprache nehmen. Vergleichbares gilt generell beim Vorliegen von schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder akuten, schweren Infektionskrankheiten.
Therapeuten, Ausbildung
Training im Wasser ist Teil der Ausbildung zum Physiotherapeuten und zum Wellnesstrainer. Daneben bieten verschiedene Institutionen mit „Qualitop-Anerkennung“ spezielle Formen des Wassertrainings an.
Weitere Informationen: www.vwt.ch; www.aquateam.ch; www.aquafitness.ch
Autor: vivit gesundheits ag, 2008
Wasser ist ein äusserst vielseitiges Element. Einmal empfindet man die Berührung als anregend, dann als sanft oder umgekehrt als schmerzhaft, zum Beispiel wenn man vom Sprungbrett bäuchlings auf dem Wasser landet. Kristallklar oder trüb, eiskalt oder tropisch warm, eine dunkle, aufgewühlte See, das türkisblaue Meer, ein smaragdgrüner Fluss – der menschliche Organismus reagiert auf diese Reize. Wir können hinabtauchen und schwerelos in einer anderen faszinierenden Welt schweben. Bewegung im Wasser ist wirksam für Körper, Geist und Seele.
Aqua-Fitness ist der Oberbegriff für verschiedene Sportarten im Wasser mit oder ohne Bodenkontakt. Musik unterstützt den Rhythmus der Bewegungen. Zur Ausrüstung gehören ein Auftriebsgürtel, daneben Schuhe und Handschuhe, die Wasserwiderstand erzeugen und mehr Kraftaufwand erfordern sollen. Bälle, Hanteln, Schwimmbretter und andere Geräte unterstützen das Training. Der Kopf bleibt über Wasser, Arme, Beine und Rumpf werden unter dem Wasser bewegt.
Aqua-Gymnastik ist nicht einfach Gymnastik, die ins Wasser übertragen wurde, sondern eine eigene Sportart mit speziellen Übungen. Der Körper erreicht eine Art Schwebezustand und die Bewegungen müssen hier anders ausfallen als auf dem Trockenen. Weil das Wasser die Bewegungen bremst, können Abläufe geübt werden, die an Land so nicht möglich wären, zudem wird die Beweglichkeit verbessert.
Ziel des Trainings
Die positiven Auswirkungen des Wassers auf den menschlichen Körper lassen sich gut mit einem gezielten Training verbinden. Wasser ist ein ideales Medium für ein schonendes, aber effektives Ganzkörpertraining und kann auch von Nichtschwimmern ausgeführt werden.
Bei allen Bewegungen unter Wasser spüren wir Widerstand, der mit Ausmass und Geschwindigkeit der Aktivität zunimmt und von der Lage des Körpers im Wasser abhängt. Intensive Bewegungen gegen den Wasserwiderstand kräftigen Muskelgruppen, ohne Sehnen, Bänder, Gelenke und Wirbelsäule zu überlasten. Gleichzeitig wird eine gewisse Massagewirkung erzielt, was Lymphsystem und Kreislauf anregt. Das Schlagvolumen des Herzens wird gesteigert, Herz und Kreislauf lassen sich auf diese Art langfristig trainieren.
Der Körper gibt mehr Wärme an Wasser ab als an Luft. Er muss den Wärmeverlust durch einen erhöhten Stoffwechsel ausgleichen. Damit der Energieverbrauch möglichst gering bleibt, ziehen sich oberflächlich gelegene Blutgefässe im Wasser zusammen, beim Verlassen des Wassers dehnen sie sich wieder aus. Dies übt einen weiteren Reiz auf das Kreislaufsystem aus; überdies wird das Immunsystem gestärkt.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
- Erkrankungen des Bewegungsapparates; Rehabilitation nach Operationen, insbesondere Rekonvaleszenz bei Gelenk-Ersatz; Sportverletzungen; spastische Lähmungen
- Herz-Kreislauftraining
- Übergewicht
- Fitness, Sport und Spass
Bei Osteoporose kann das Training im Wasser als Ausgleich dienen. Da zur Stärkung der Knochen aber deren Belastung nötig ist – was im Wasser grossenteils wegfällt –, sollte zusätzlich eine andere Sportart durchgeführt werden.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Warme Bäder – zum Beispiel im Thermalbad – sind bei Venenentzündung, akuter Thrombose oder ausgeprägten Krampfadern kontraindiziert. In diesen Fällen und bei Unklarheiten sollte man mit dem Arzt Rücksprache nehmen. Vergleichbares gilt generell beim Vorliegen von schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder akuten, schweren Infektionskrankheiten.
Therapeuten, Ausbildung
Training im Wasser ist Teil der Ausbildung zum Physiotherapeuten und zum Wellnesstrainer. Daneben bieten verschiedene Institutionen mit „Qualitop-Anerkennung“ spezielle Formen des Wassertrainings an.
Weitere Informationen: www.vwt.ch; www.aquateam.ch; www.aquafitness.ch
Autor: vivit gesundheits ag, 2008









