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Ratgeber

Erfolgreich agieren dank grosszügiger Wasseraufnahme

von Sonia Goretzki

Kaffee, Cola, Wasser – sie alle löschen den Durst, doch ihre Wirkung auf den Körper ist äusserst unterschiedlich. Kaffee etwa kann durchaus als Dopingmittel bezeichnet werden, doch der wirkliche Energiespender, der Leistung und Lebensqualität erhöht, ist ein anderes flüssiges Nahrungsmittel: Wasser.

Die einfachste Massnahme, um die Leistung am Arbeitsplatz zu gewährleisten, ist, das wichtigstes Nahrungsmittel in ausreichender Menge zu sich zu nehmen: Wasser. Der Mensch kann ohne Nahrung mehrere Tage bis Wochen überleben, ohne Wasser nur etwa drei Tage. Aus dem Sport ist schon lange bekannt, dass wenn der Wasserhaushalt des Athleten nur um 2 Prozent sinkt, seine Leistungsfähigkeit um ganze 20 Prozent abnimmt. Wasser ist beinahe an allen biochemischen Prozessen des Körpers beteiligt. Es unterstützt das Ausscheiden von giftigen und leistungsmindernden Stoffwechselprodukten und ist daher die Massnahme Nummer eins, um sprühende Energie, kräftige Vitalität und einen scharfen Verstand zu erlangen. Wasser steigert die Lebensqualität spürbar. Wenige Massnahmen sind so leicht umzusetzen: Die normale Tageszufuhr von Wasser sollte etwa zwei Liter betragen. Um diese Menge auch wirklich zu trinken, sollte überall – auf dem Bürotisch, am PC, im Auto oder am Bett – immer eine Wasserflasche bereit stehen. Der Wasserverlust tritt früher ein als das Durstgefühl, und es ist daher notwendig, «pauschal» zu trinken und nicht erst, wenn der Durst wahrgenommen wird. Wer bisher nur wenig Wasser getrunken hat, sollte den Körper langsam an die Wassermenge gewöhnen, etwa jede Woche ein Glas mehr, sonst gibt es Probleme mit der Blase – wobei mehrere Pausengänge zur Toilette sich ebenfalls leistungssteigernd auswirken können.

Ganz klar leistungsmindernd sind Cola, Limonaden und so genannte Sportlergetränke (auch mit künstlichem Süssstoff). Sie führen aufgrund ihres hohen Zuckergehalts zur Destabilisierung des Blutzuckerspiegels und sind Ursache für Konzentrationsmängel und Heisshungerattacken. Auch Kaffee und Schwarztees zählen nicht zu den zwei Litern, die täglich getrunken werden sollten, denn sie entwässern den Körper künstlich. Hingegen sind reines Wasser (Mineral- und/oder Leitungswasser) ungesüsste Früchtetees, Kräutertees oder Fruchtsaftschorle, beispielsweise Wasser mit Apfelsaft im Verhältnis 4:1, pure Energiespender. Auch wer gesund abnehmen will, für den ist Wasser eines der wichtigsten Hilfsmittel: Eine ausreichende Wasserzufuhr unterstützt, wenn auch nur indirekt, die Prozesse der Fettverbrennung und hilft so bei der natürlichen Entschlackung des Körpers. Was das Trinkverhalten betrifft, so hat sich gerade bei einem Restaurantbesuch die Unsitte eingeschlichen, zuerst zwei oder drei Gläser Wasser zu trinken, bevor das Essen serviert wird. Damit werden die Verdauungssäfte «verwässert», und der Körper wird mehr Mühe haben, die aufgenommenen Nährstoffe richtig zu verwerten. Richtig hingegen ist – wenn überhaupt – erst nach dem Hauptgang etwas Wasser zu trinken. Der generelle Wasserkonsum sollte zwischen den Mahlzeiten erfolgen.

EXOTISCHER SMOOTHIE MIT KOKOSNUSSMILCH

für 1 Liter:
  • 400 g Aprikosen
  • 200 g Himbeeren
  • 2 dl Ananassaft oder exotischer
  • Fruchtsaft ohne Zucker
  • 2,5 dl Kokosnussmilch
  1. Aprikosen halbieren und entsteinen, den Stielansatz wegschneiden.
  2. Sämtliche Zutaten fein pürieren.
Zum Rezept: Ideal für den Säure-Basen- Haushalt und die Eiweissverdauung. Tipp: Für diesen Drink können auch tiefgekühlte Aprikosen und Himbeeren verwendet werden.


BROMBEER-SMOOTHIE

für 1 Liter
  • 200 g frische Brombeeren oder andere Beeren
  • 1 Banane
  • 2 reife Pfirsiche
  • 1 Becher (180 g) Naturjoghurt
  • 3 dl teilentrahmte Milch oder Reismilch (Reformhaus, Bioladen)
  1. Banane schälen und zerkleinern. Pfirsiche halbieren und entsteinen, Stielansatz wegschneiden.
  2. Sämtliche Zutaten pürieren.
Zum Rezept: Dieser Drink steigert die Leistungsfähigkeit, er unterstützt die Blutbildung und ist gut für den Säure-Basen-Haushalt.
Eines der am meisten konsumierten Getränke ist statistisch gesehen der Kaffee. In der Schweiz trinkt jeder Einwohner durchschnittlich 160 Liter Kaffee pro Jahr. Das in der Kaffeebohne enthaltene Koffein ist ein simples «Dopingmittel»: Es wirkt stimulierend auf die Nebennieren, die dadurch vermehrt das Stresshormon Adrenalin ausschütten. Adrenalin regt den Kreislauf an, und die Herzfrequenz steigt, die Gefässe in Armen und Beinen weiten sich. Die Folge: Müde Männer werden munter, leider auch gestresste Manager noch gestresster. Die grösste Konzentration an Koffein im Blut stellt sich etwa nach 30 Minuten nach Trinkgenuss ein und kann je nach Dosis zwei bis drei Stunden anhalten. Gezielt eingesetzt ist Kaffee das legale «Dopingmittel» für den Berufsalltag. 30 Minuten vor dem wichtigen Meeting oder nach der Zwischenmahlzeit hilft er ohne Zweifel, die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen. Kaffeeliebhaberinnen und -liebhabern sei empfohlen pro Tag zwei frisch gepresste Espressi mit frisch gemahlenen Kaffeebohnen tagsüber oder nach dem Essen zu trinken, um die Verdauung zu unterstützen. Es gibt mehrere Gründe, warum Espresso besser verträglich ist: Erstens wird die Kaffeebohne für einen Espresso mit höheren Temperaturen gebrannt, dadurch zersetzen sich mehr Reizstoffe bereits beim Rösten. Zweitens wird ein Espresso anders zubereitet – mit dem schnellen Pressen des heissen Wassers durch das Kaffeemehl ist die Kontaktzeit viel kürzer als beispielsweise bei Filterkaffee. Die Folge ist, dass sich weniger Bitter- und Gerbstoffe herauslösen als bei der Filtermethode. Die schlechte Nachricht für Kaffeetrinker: Jede Tasse Kaffee muss mit zwei bis drei Tassen Wasser ausgeglichen werden, damit der Wasserhaushalt im Körper überhaupt wieder auf null kommt, denn Koffein führt zu einer «künstlichen » Wasserausscheidung, indem es die Nierentätigkeit anregt.

AUTOR

Sonia Goretzki, Ernährungs- und Vitalstoffberaterin, ist Seminarleiterin der fit im job AG in Winterthur. fit im job AG ist spezialisiert auf den Bereich «Gesundheitsförderung in Unternehmen».
Die Autorin Sonia Goretzki ist Autorin der Bücher: «fit im job – Frische Rezepte für den beruflichen Alltag», «Manager-Food» und «burn FETT statt burnout». Kontakt: T: 052 245 05 55, F: 052 245 05 59. sonia.goretzki@fitimjob.ch